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Sophie and Roseni Kurányi

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Sophie and Roseni Kurányi

A couple of weeks ago my good friend Sylvia had spontaneously invited a bunch of amazing women for coffee, and to be more precise: for Champagne and to celebrate her birthday. Since we expected dinner guests that evening, I told Sylvia that I will definitely stop by for a big birthday hug, but will only stay a couple of minutes to quickly toast and cheer her for her birthday. Well, these couple of minutes turned into a couple of hours. Three hours later I left incredibly empowered and encouraged knowing I am not alone with so many of my thoughts and worries and feelings. We were all supporting each other, listening to every single one’s story and feeling deeply understood. One of the most human needs and it feels so good if you have found your tribe.

That afternoon I finally met Roseni Kurányi, a Brazilian beauty, Mom of three children and a successful author and writer of not only children’s books, but also of crime novels. How flippin’ cool is that! She’s so gorgeous, and she couldn’t be more gracious. I’ve heard a million and one good things about Roseni for over 13 years now, so that I was super thrilled to finally meet her in person.

My wonderful friend Sophie (Sylvia’s daughter) and Roseni have a very special bond. When Sophie was eight years old, Roseni wrote about a very magical encounter with Sophie which had also been published in a book.

Today, Roseni is celebrating her 50th birthday, and I wanna take the opportunity to give her and Sophie a big shoutout and share their beautiful story:

 

Manch ein Erlebnis wird zu einem festen Bestandteil unseres Lebens und unserer Gefühle und begleitet uns so für alle Zeit. Ein solch Erlebnis hatte ich mit Sophie und es wurde ein Teil von mir.

Mein elfjähriger Sohn Ramon wollte eines Sommernachmittags unbedingt zum Fußballspielen auf den Bolzplatz gehen, der unweit unseres Hauses in unserem Stadtteil Sonnenberg liegt.

Dort traf ich meine Freundin Sylvia, die ebenfalls in der Gegend wohnt. Sie war in Begleitung eines Freundes aus Schweden und beide waren in ein uns unbekanntes schwedisches Rasenspiel vertieft. Sylvias Tochter Sophie, ungefähr acht Jahre alt, besuchte früher denselben Kindergarten wie mein Sohn Ramon. Damals hingen beide sehr aneinander und er stellte sie sogar als seine „Freundin“ vor.

Sylvia und ich begrüßten uns sehr herzlich und sie drängte mich, an ihrem Spiel teilzunehmen. Meinen Einwand, dass ich ihr Spiel nicht stören wolle, ließ sie nicht gelten und so gab ich schließlich nach. Ramon fand ebenfalls Spaß daran und wollte auch mitspielen, genauso wie Sylvias Tochter Sophie.

Ramon, von Sylvias Freund geduldig unterstützt, schien genauso wie Sophie großes Vergnügen bei diesem Spiel zu haben. Sylvia und ich tauschten komplizenhafte Blicke und waren glücklich, unsere Kinder wieder einmal gemeinsam spielen und die eine oder andere Partie gewinnen zu sehen.

Irgendwann fiel Sylvia ein, dass sie nach Hause gehen musste, um noch etwas zu erledigen. Aber die kleine Sophie wollte wie immer, wenn wir uns trafen, unbedingt noch weiter mit uns zusammenbleiben.

Sobald Sylvia gegangen war, heftete Sophie, die mich an diesem Tag schon seit einiger Zeit beobachtet hatte, ihren Blick auf mich und schaute mich lange an. Mit leuchtenden Augen strich sie mit ihren kleinen zarten Fingern über meine Hand.

„Bist du schwarz?“

Zuerst verstand ich nicht so richtig, worauf sie hinauswollte.

„Bist du schwarz?“ wiederholte sie ihre Frage und untersuchte neugierig meine dunkle Haut.

„Ja, das bin ich“, antwortete ich und lächelte sie ganz offen an.

Sie zog meine Hand noch näher zu sich heran und betrachtete sie sehr gründlich. Dann ließ sie meine Handfläche über ihr Gesicht gleiten und bedeckte sie mit Küssen. „Bist du so schwarz wie Schokolade?“ Und ganz plötzlich leckte Sophie an meiner Hand.

Überrascht von ihrer Entzückung über meine Hautfarbe und ihrer Zutraulichkeit, konnte ich mir das Lachen nicht mehr verkneifen und nahm sie auf meinen Schoß. Sophie betrachtete mich mit dem wissenschaftlichen Ernst derjeniger, die soeben eine große Entdeckung gemacht hatten.

Sie umarmte mich und mein Erstaunen wuchs noch mehr, als sie mir die Haare aus dem Nacken strich und an meiner Haut roch. Und dann, ganz gefangen genommen von ihrer berauschenden Entdeckung, fühlte ich, wie ihre Zunge vorsichtig über meinen Hals leckte.

„Genau wie Schokolade!“ rief sie verzückt aus. „Bist du so schwarz wie Schokolade?“ „Das bin ich, Sophie.“ „Und warum?“ „Weil da, wo ich herkomme, ganz viele Menschen so sind wie ich. Meine Eltern und meine Geschwister auch. Aber es gibt auch viele Menschen, die so eine helle Haut wie du haben. Das Land, wo ich herkomme, das heißt Brasilien.“

Sophie sog förmlich mit ihrem Blick jedes meiner Worte auf. „Und du? Bist du echt so weiß?“ fragte ich zurück und teilte ihr damit meine „Entdeckung“ mit.

Sie blickte an sich herab und untersuchte ihre Haut. Dann schaute sie wieder mich an und verglich uns miteinander. Sophies Frage unterschied sich in nichts von den Fragen aller anderen Kinder, die auf einmal vor der Begegnung mit anderen Welten, anderen Wirklichkeiten und anderen Ethnien stehen.

Außergewöhnlich und zugleich bewegend an dieser Episode waren die menschliche und sensible Art und Weise, wie sie mit ihrem „Erschrecken“ über das Unbekannte umging sowie ihre Zuneigung und ihr Wille, die zwischen uns bestehenden Unterschiede zu verstehen. Sophie hat ihr Erstaunen über diese neue Erkenntnis zutiefst durchlebt und sich ihm dank der Reinheit ihrer Empfindungen ganz hingeben können. Leider verlieren die meisten von uns diese Eigenschaft, wenn wir älter werden.

(Roseni Kurányi)

 

Happy happy Birthday, dear Roseni! And HAPPY VALENTINE’S DAY to you guys! I think of Valentine’s day not only for couples, but for all the lovely people in our lives that make us feel special and loved.


4 Kommentare

    • Josephine-
    • Februar 15, 2017 um 6:05 pm-
    • Antworten

    Wunderschöne Geschichte – und wirklich großartige Fotos. Allerdings ist Dir da ein ganz großer Fehler im Text unterlaufen – diese Frau kann auf gar keinem Fall FÜNFZIG Jahre alt geworden sein? NEVER-EVER auch nur einen Tag älter als 35! UNFASSBAR! 🙂

    LG,
    die Josephine

    • Oh, ganz lieben Dank!!! Haha, als ich sie kennen gelernt habe, war ich überzeugt, sie ist Mitte Zwanzig. Es hat ein paar Stunden gedauert, bis ich ihr geglaubt habe 😉

    • Mauriceia-
    • Februar 18, 2017 um 9:38 am-
    • Antworten

    Lindo!!!!!!!!!

    • Nicole Frost-
    • Februar 19, 2017 um 11:25 am-
    • Antworten

    Hallo Conny!
    Jetzt weiß ich wieder einmal einen Grund mehr, warum ich Deinen Blog so liebe.
    Wieder so eine bezaubernde Person, die man ein wenig „kennenlernen“ kann. Eine wahrhaft wunderschöne Frau. 50???!!! Du hast recht, das glaubt keiner.
    Die Story ist echt herzberührend, Du hast so einen „Traumberuf“. Ich freue mich immer wieder für Dich😍
    Roseni ist ganz zauberhaft. 💫
    und ich lerne erneut, dass ein paar Dinge so wichtig sind: Liebe❤❤, Lachen😁, Freunde! Das kann man mit keinem Geld der Welt aufwiegen.🌟🌟🌟Und Lachen bringt die Schönheit eines Menschen zu Tage!
    Happy Sunday und ganz LG

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