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COFFEE TALK with Prof. Dr. Elisabeth Gödde

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COFFEE TALK with Prof. Dr. Elisabeth Gödde

My „Coffee Talk“ series finally re-awoke after a long winter’s blog hibernation. I made a few changes in my interview questions, heavily inspired by the beautiful book from Grace Bonney.

Now onto my first interview guest in 2017: Prof. Dr. Elisabeth Gödde and I met about nine years ago when she was giving a key note presentation at my book launch event „Außergewöhnlich: Väterglück“. Prof. Dr. Gödde has her Ph. D. in medicine, is a psychotherapist, life coach and human geneticist. I remember many years ago she helped a lot with letting go of some „negative garbage“ I was holding on to. Sometimes a coaching session with an experienced coach can work wonders. Sometimes it’s just all about a new perspective.

Prof. Dr. Gödde and I have been in contact ever since, and I always look forward when she pays me a visit in Stuttgart for a little portrait photo shoot and some coffee talk. I always leave very inspired and with tons of new food for thought.

Please scroll further down and enjoy some coffee talk with her today and be inspired.

1.Was machst Du beruflich?
Studiert habe ich Medizin und meine Approbation als Arzt am 1. Oktober 1975 erhalten. Inzwischen bin ich Fachärztin für Humangenetik und ärztliche Psychotherapeutin, ein Berufsbild, das es 1975 so noch nicht gab. Heute bin ich als Humangenetikerin überwiegend in der Beratung tätig, als Psychotherapeutin arbeite ich tiefenpsychologisch fundiert mit Erwachsenen.

 

2. Was macht Dir an Deinem Job am meisten Spaß?
Am meisten Freude macht es mir mit immer unterschiedlichen Menschen zusammen zu sein. Dadurch habe ich nur wenig reine Routinetätigkeiten – Abwechslung und Überraschungen sind für mich normal. Und mit den Jahren hat sich eine zufriedenstellende Balance zwischen „Geben“ und „Nehmen“ entwickelt, d. h., die Ratsuchenden nehmen etwas mit und geben mir etwas, nämlich Erfahrung. Und davon können wir nie genug haben!

 

3. Was sind die Herausforderungen in Deinem Beruf?
Menschen, die in belastenden Situationen sind und Entscheidungen fällen müssen so zu informieren, dass sie zu Ergebnissen kommen, mit denen sie selber weiter leben können. Das erfordert zum einen, dass ich komplizierte Fakten (Genetik!) in Klartext übersetze – auch wenn für meine Gesprächspartner Deutsch eine Fremdsprache ist. Zum anderen ist es notwendig unterschiedliche Wertehaltungen nebeneinander gelten zu lassen, die andere Wertehaltung zu respektieren – auch wenn sie meiner erheblich widerspricht (Gesellschaftliche Rolle der Frau! Lebensperspektiven von Mädchen!!). Eine Situation, an die ich mich allerdings sicher nie gewöhnen werde ist der explizite Wunsch nach einem Sohn, insbesondere dann, wenn bereits mehrere (gesunde!) Kinder „nur“ Mädchen sind.

 

4. Welche Projekte stehen demnächst an?
Die Erweiterung meiner psychotherapeutischen Praxis und der Umzug in neue Räume. Da dies für mich (mal wieder) ein Neuanfang ist, gibt es viel zu berücksichtigen.

5. Was war der beste Business-Ratschlag, den Du jemals bekommen hast?
Sei vorsichtig bei geschäftlichen Partnerschaften, mache im Zweifelsfall lieber alleine!

 

6. Welchen Rat würdest Du heute Deinem 20-jährigen Ich geben?
Hüte dich vor Leuten, die „es gut mit dir“ meinen!

 

7. Was verstehst Du unter Erfolg?
Wenn Ziel und Ergebnis eines Projektes zusammen passen.

 

8. Was hilft Dir in schlechten Zeiten oder Momenten des Selbstzweifels wieder auf die Beine?
Gespräche mit alten (langjährigen) Freunden, die meine Sorgen nachvollziehen können und möglicherweise auch gute Lösungsvorschläge haben bzw. – falls nicht – zumindest die passenden tröstenden Worte  finden.

 

9. Hast Du ein bestimmtes Morgenritual?
Ja!

 

10. Auf was freust Du Dich nach einem langen Arbeitstag am meisten?
Entspannen – was Feines Essen & Trinken – was Schönes lesen und auch: Fernsehen, am besten Geschichten, in denen nach 45 oder spätestens 90 Minuten alle Probleme gelöst sind.

 

11. Hätte Dein Tag auf magische Weise 27 Stunden, was würdest Du mit den zusätzlichen drei Stunden anfangen?
Da es nichts gibt, was ich aus Zeitmangel grundsätzlich nicht machen kann, würde ich von dem, was ich gerne mache, einfach mehr machen.

 

12. Welches Zitat motiviert Dich immer wieder aufs Neue?
Tu Deinem Körper Gutes damit Deine Seele Lust hat darin zu wohnen (Teresa von Avila)


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